Die sofortige Schließung und Räumung des Exhauses war eine Schock-Nachricht. Wenn man ein altes Gebäude saniert, muss man mit unangenehmen Überraschungen während Sanierungsarbeiten rechnen. Die gravierenden Mängel, die im Exhaus ans Licht kamen, haben jedoch ein Ausmaß, das sich jeder Vorstellungskraft entzieht.

So schmerzlich die Schließung ist, die Sicherheit von Mitarbeitenden und Besucherinnen und Besuchern hat oberste Priorität.

Andreas Schleimer, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion

Das Exhaus ist ein Beispiel dafür, wie stark die Bauunterhaltung für städtische Gebäude in der Vergangenheit vernachlässigt wurde. Heute müssen wir das in vielerlei Hinsicht ausbaden. Verwaltung und Stadtrat eilen wie die Feuerwehr von Baustelle zu Baustelle.

Neben mehr Mitteln für den Bauunterhalt brauchen wir deshalb ein tragfähiges Konzept, um auch Bausteuerung und Kontrolle bei städtischen Projekten verlässlicher zu machen.

Für die Sanierung des Exhauses fordern wir auch eine baubegleitende Kommission, der neben Bauexperten auch Vertreterinnen und Vertreter der Ratsfraktionen angehören. Mit diesem Steuerungsmanagement sind wir Entscheidungsträgerinnen und -träger auf dem Laufenden.

Im ersten Schritt müssen wir wissen, was die Instandsetzung des Gebäudes kostet. Parallel arbeitet die Verwaltung mit Hochdruck daran, Ausweichquartiere zu finden.

Aktuell ist der Trägerverein im Insolvenzverfahren. Auch hier müssen wir unserer Verantwortung gerecht werden und den Verein bei der erneuten Durststrecke unterstützen.

Klar ist: Die soziale Arbeit, die das Jugendkulturzentrum seit Jahrzehnten für den Stadtteil und die gesamte Stadt leistet, ist unverzichtbar.

Andreas Schleimer, jugendpolitischer Sprecher