Trier ist eine attraktive Stadt. Trier wächst und immer mehr Bürger*innen möchten in Trier ein Zuhause finden. Seit Jahren steigen aber auch die Mietpreise und es gibt zu wenige Wohnungen, die von Menschen mit einem mittleren oder niedrigen Einkommen bezahlt werden können. Wohnen darf aber nicht zum Luxus werden. Die Trierer SPD hat in der Stadtratssitzung am 30. August 2018 einen Antrag zum bezahlbaren Wohnen gestellt. Eine Forderung war, bei allen neuen Bebauungsplänen einen Anteil von mindestens 33% der Wohnbebauung im öffentlich geförderten Mietwohnungsbau umzusetzen und diese Wohnungen zu 100% barrierefrei auszubauen. Damit wird der Anteil von Wohnungen, deren Miete unter 7 Euro pro Quadratmeter liegt, gesteigert. Momentan sind die Konditionen, gerade in Rheinland-Pfalz so attraktiv, dass öffentlich geförderter Wohnraum wirtschaftlich sehr gut umsetzbar ist. Der Antrag der SPD Fraktion wurde in den zuständigen Dezernatsausschuss IV zurückverwiesen, um dort weitere Fakten zu sammeln und weiter zu diskutieren.

Stefan Wilhelm

Die Erhöhung der Quote für geförderten Mietwohnungsbau darf aber nicht die einzige Maßnahme sein, um mehr bezahlbaren Wohnraum für viele Trierer Bürger*innen zu schaffen. Die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschafft, die die städtischen Wohnungen verwaltet, saniert und weitere baut, die Fortschreibung des qualifizierten Mietspiegels und stärker Baugenossenschaften beim Verkauf von städtischen Grundstücken zu berücksichtigen, wären ebenfalls wichtige Maßnahmen, um den stark angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten.

Stefan Wilhelm, Mitglied im Dezernatsausschuss IV