der Vorhang geht auf! Mit diesem Song beschrieb Katja Ebstein die wunderbare Theaterwelt.

In den vergangenen Diskussionen zur Frage „Wie geht es weiter mit unserem Theater?“ hat die SPD-Fraktion sich immer für das Drei-Sparten-Ensemble-Theater ausgesprochen.

Nachdem die ersten Machbarkeitsstudien und Gutachten zu Generalsanierung oder Neubau Kosten in schwindelnden Höhen bezifferten, zog der OB die Bremse. Er machte den Weg frei für ein Sanierungskonzept am Standort auf Grundlage der Machbarkeitsstudie aus 2016 mit einem Mindestraumprogramm. Dieses Gutachten liegt nun vor und in der kommenden Stadtratssitzung wird der Grundsatz- und Bedarfsbeschluss zur Theatersanierung gefasst. Raumprogramm und Kosten wurden durch ein Fachbüro geprüft und in den Ausschüssen sehr transparent dargestellt. Zwar bewegen sich die Kosten immer noch annähernd der 50 Mio. Grenze, jedoch sind sie durch eine mögliche hohe Landesförderung und die Durchführung der Maßnahme auf vier Jahre gestreckt für die Stadt Trier zu stemmen.

Carola Siemon

Durch das Mindestraumprogramm sind noch nicht alle Bedarfe gelöst. Die Bündelung der jetzt über die ganze Stadt verteilten ausgelagerten Räume bleibt ein weiteres offenes Ziel.

Als Interimslösung wird in einem zweiten Grundsatz- und Bedarfsbeschluss der Bau eines großen Saales neben der TUFA beschlossen. Auch hier bewegen sich die Kosten höher als beispielsweise bei einer Anmietung eines Zeltes. Doch liegt der nachhaltige Mehrwert in der anschließenden Nutzung durch die TUFA. Für uns ist dies ein wichtiges Signal für die Zukunftsperspektive der freien Szene sowie die Teilhabe aller kulturellen Bereiche an der Theatersanierung. In den anstehenden Planungen sollten auch die Ideen des Theaterworkshops zur Umfeldgestaltung Berücksichtigung finden.

Der Vorhang am Trierer Theaterhimmel geht langsam auf!

Carola Siemon, kulturpolitische Sprecherin